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Geschrieben von Jürgen Olejok
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Die Masse an Kurzgeschichtenbänden aus Kleinverlagen ist in den letzten Jahren exorbitant angestiegen. Diese Art der Überflutung macht es Redakteuren und Kritikern aus der Literaturszene nicht unbedingt leichter, die wenigen Objekte schriftstellerischen Könnens zu extrahieren. Das ändert sich schlagartig, wenn die Reihenfolge der Veröffentlichungen eines Autors aus dem Rahmen fällt. Erst ein Roman und dann ein Kurzgeschichtenband? Das war der erste Gedanke, als die neue Veröffentlichung des Autors Jacob Nomus auf dem Rezensionstapel landete, denn mit seinem neuesten Buch, Das Konzept, stellt Nomus sein Talent als Kurzgeschichtenerzähler auf den Prüfstand. Sein Debüt-Roman Das Amarna Grab war vor etwas mehr als einem Jahr eine faustdicke Überraschung. Präzise recherchiert und unterhaltsam geschrieben, stand er für den Beweis, dass nicht jede gute Geschichte unabdingbar mit einem bekannten Verlagsnamen verbunden sein muß. Und auch ein zweites Vorurteil, das sich hartnäckig in der Literaturszene hält, verwies Nomus in den Bereich der Legende: Auch ohne ultimatives Werbekarussel ist es möglich, die Aufmerksamkeit der Lesejunkies zu gewinnen - und zwar lediglich durch gute Arbeit. Böse Zungen, die meist in Gestalt von Autoren in Textanthologien auftauchen und es bisher noch nicht zu einem kompletten Unterhaltungsroman gebracht haben, behaupten, dass Romanautoren kein Talent für Kurzgeschichten hätten. Sie bräuchten einfach zu viele Seiten, um auf den Punkt zu kommen. Ob es diese Aussage war, die Nomus herausforderte, oder einfach die Anzahl bisher geschriebener Geschichten, die er für die Nachwelt zwischen Buchdeckel gepresst sehen wollte, ist letzendlich uninteressant. Viel interessanter ist es, ob sein Talent auch im Bereich Kurzgeschichten zum Tragen kommt... |
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Geschrieben von Jürgen Olejok
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Lässt man die Inhalte der meist verkauftesten SF-Romane in den letzten 20 Jahren Revue passieren, fällt der Umstand ins Auge, daß sich fast jeder Autor nach Kräften bemühte, irgend etwas vollkommen Neues in sein Handlungsszenario einzubauen. Und weil ein neues Science-Element etwas Erklärung benötigt, mutierte so mancher Roman zu einem Fachbuch in Sachen fiktiver Physik mit lieblos zusammengeschraubter Geschichte. Spätestens nach dem dritten Exemplar dieser Art von Romankonstrukt, sinkt das Lesevergnügen auf einen Punkt, der die Skala "Leselust" nach unten durchbricht. Markus Heitz schlägt in seinem neuesten Werk Collector konsequent einen anderen Weg ein. Statt vorzugeben, alles neu und unverbraucht erscheinen zu lassen, nutzt er die Elemente, die schon fast jeder Phantastik-Interessierte irgendwo gelesen hat. Erkennbar ist auch der Einfluß zahlreicher SF-Fernseh-Serien, denn das beim Lesen seines Romans oft eintretende Deja vu, deckt sich unverkennbar mit gesehenen Szenen aus dem TV. Der Autor verleugnet diese Tatsache auch keineswegs, sondern weist sogar auf die zahlreichen Serien, die ihn persönlich beeinflusst haben, durch Titelnennung hin. Collector unterscheidet sich aber noch in einem anderen Punkt vom derzeit gängigen Mainstream der Science-Fiction Literatur. Die fiktive Technik, oftmals der Mittelpunkt in einem neueren SF-Werk, rückt dahin, wo sie sich schon in der goldenen Ära des Genre befand - in den Hintergrund. Sie bildet nur noch eine schicke Kulisse für die eigentliche Story. Und bei der Konzeption der Geschichte hat der Autor etwas wiedergefunden, daß der SF-Literatur irgendwie abhanden gekommen war - das Abenteuer
Klappentext/Inhalt Wir schreiben das Jahr 3042. Die Menschheit ist ins Weltall aufgebrochen, doch nicht mit eigener Technik, sondern mit Hilfe von Objekten, die man bei Ausgrabungen auf der Erde gefunden hat: außerirdische Hinterlassenschaften, die den Menschen das Reisen mit Lichtgeschwindigkeit ermöglichen, obwohl nur ansatzweise klar ist, wie diese Artefakte eigentlich funktionieren. Schnell bilden sich große, multinationale Konzerne, die mit Macht und viel Geld den Aufbruch zu den Sternen vorantreiben - bis die Menschheit auf eine geheimnisvolle Spezies trifft, die ihnen bei weitem überlegen ist: die Collector. Diese bieten ihnen an, die menschliche Zivilisation unter ihre Fittiche zu nehmen, und versprechen Wohlstand und Schutz. Ein Angebot, das die Menschen nicht ablehnen können. Kris Schmidt-Kneen ist ein Last-Kutscher, ein Fahrer für bis zu 300 Meter lange Schwertransporter, die auf der Erde für spezielle Frachten eingesetzt werden. Als er einen Auftrag der Firma Gauss-Industries erhält, sieht es nach schnell und leicht verdientem Geld aus. Er ahnt allerdings weder, worum es sich handelt, noch, dass er in wenigen Stunden zum unfreiwilligen Dieb einer Technologie wird, die eine bisher unbekannte ausserirdische Rasse auf den Plan ruft. Sein Diebesgut wird zum Mittelpunkt einer Auseinandersetzung zwischen den verschiedenen Konzernen und während er selbst zum Spielball der Mächtigen wird, sammeln die Collectors einen Planeten nach dem anderen und stellen ihn unter ihren Schutz. Vor wem oder oder was sie schützen, bleibt ein Geheimnis, das gut gehütet wird. Und das hat seinen Grund...
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