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Alexander Besher
Geschrieben von Jürgen Olejok   

Alexander Besher wurde 1951 als Sohn weißrussischer Eltern in China geboren, verbrachte seine Jugend in Japan und studierte in den USA Journalismus. Hauptberuflich Chefredakteur der Zeitschrift Chicago Review beschäftigte er sich unter anderem mit der Entwicklung einer japanischen Mystery-Serie. 1994 veröffentlicht er seinen ersten Roman Satori City 2.0, der als Beginn der "RIM-Trilogie" eine neue Mutation des Cyberpunk hervorbrachte. Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller arbeitet Besher innerhalb einer Organisation, die zukünftige Szenarien in verschiedenen Wirtschaftsbereichen erforscht. Alexander Besher lebt derzeit in San Francisco. (Stand 2006)

Die Vertrautheit mit der fernöstliche Lebensweise und ihrer Geschichte bildet die Grundlage für die Romane der RIM-Trilogie. Anders als die Autoren der CP-Gründerjahre, bindet Besher konsequent fernöstliche Kultur in seine Romane ein. Diese, für Europäer nur schwer zugängliche Betrachtungsweise zur Harmonie von Körper und Geist, erlaubt ihm den Bereich der virtuellen Realität extrem weit auszudehnen. Neben Jeff Noon gilt Alexander Besher zu den experimentierfreudigsten Schriftstellern im Bereich des Cyberpunk. Sein 1994 veröffentlichte Werk Satori City 2.0 (orig. RIM), daß zusammen mit Stephensons Snow Crash das Genre wieder auffrischte, brachte ihm eine Nominierung für den Philip K. Dick Award ein. Die Nachfolgeromane Virtual Tattoo (orig. Mir) und Cyber Blues (orig. Chi), die zusammen mit Satori City 2.0 die RIM-Trilogie bilden und einen gemeinsamen Themenhintergrund als Plot nutzen, erschienen 1998 bzw. 1999.

Zwar schreibt Besher weiterhin Geschichten, die im Bereich alternative Fantasy-Noir angesiedelt sind, dabei aber keinen Bezug mehr zum Cyberpunk oder deren Thematik besitzen. Sein Privatleben schirmt er größtenteils von der Öffentlichkeit ab, weshalb persönliche Daten oder Fotos stets Mangelware bleiben.

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